Ambulante Pflege ist mehr als ein einzelner Einsatz: Sie verbindet Pflege, Beratung, Anleitung, Krisenprävention und Unterstützung im Quartier. Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz der Bundesregierung sollte diese Fachlichkeit sichern – nicht aus der Versorgung herauslösen.
2023 wurden in Hamburg 82.469 pflegebedürftige Menschen in der eigenen Häuslichkeit versorgt. 56 % bezogen ausschließlich Pflegegeld. Häusliche Pflege ist damit stark auf Angehörige und professionelle Unterstützung angewiesen.
Die Landesrahmenplanung beschreibt ambulante Dienste als wichtige Akteure im Quartier: Sie unterstützen Menschen in der eigenen Wohnung, vernetzen Hilfen und tragen dazu bei, stationäre Versorgung möglichst lange zu vermeiden.
Aber anstatt das System nachhaltig zu entlasten, sieht es so aus, als ob der Druck auf die Pflege steigen wird - finanziell und personell. Die geplante Pflegereform könnte Auswirkungen darauf haben, wie ambulante Pflegeangebote finanziert und aufrechterhalten werden können. Wenn Pflegeangebote wegfallen, bedeutet das für Menschen und Familien: mehr Organisation, mehr Belastung – und weniger Unterstützung.
Wir brauchen eine Pflegereform, aber eine, die im Pflegealltag funktioniert und Pflege stark macht - für die Zukunft.
Deswegen machen wir gemeinsam mit den Hamburger Wohlfahrtsverbänden darauf aufmerksam.

